Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Landshut e. V.
Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Landshut e. V.

Verbundenheit mit Mensch und Natur seit 1904

Der Kreisverband fördert die Obst- und Gartenkultur, die Landespflege und den Umweltschutz. Ausdrücklich will er dem Erhalt einer intakten Kulturlandschaft und der menschlichen Gesundheit dienen. Weitere Förderziele sind die Ortsverschönerung und damit die Verschönerung der Heimat, die Heimatpflege und die gesamte Landeskultur.

Ein besonderes Anliegen ist es, Kinder und Jugendliche einschließlich der Familien an diese Ziele heranzuführen.

 

Mit 57 Gartenbauvereinen unterstützt der Kreisverband als Dachorganisation die Aktivitäten der über 9500 Mitglieder.

Grußwort der 1. Vorsitzenden

Liebe Gartenfreunde,

 

Ein herzliches Grüß Gott! Es freut mich, dass Sie unsere Homepage besuchen. Seit Januar 2017 darf ich Vorsitzende des Kreisverbandes sein. Wir sind ein engagiertes Team in der Vorstandschaft unterstützt mit unserem Geschäftsführer Armin Müller. Uns liegt die Natur sehr am Herzen. Seit Jahren wird in den einzelnen Ortsverbänden hervorragende Arbeit für den Gartenbau und Landespflege geleistet. Besten Dank an dieser Stelle für alle Mitglieder und den Vorsitzenden. 

Meine Ziele als Kreisvorsitzende sind, die bisherige sehr gute Arbeit fortzusetzen und neue Impulse für unsere Jugend und Kinder zu setzen. Wir wollen die Kinder für die Natur und Umwelt begeistern und diese in den Jugendgruppen und auch deren Eltern in unseren Verband integrieren.

 

Freundlichst Ihre

Martina Hammerl

Gartenpfleger-Aufbaukurse 2021 – Online

 

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich der Landesverband dazu entschlossen, die Gartenpfleger-Aufbaukurse 2021 nicht als Präsenzveranstaltungen, sondern als Online-Seminare anzubieten. Wir möchten damit unseren engagierten Gartenpflegern die Möglichkeit geben, sich auch unter den momentan schwierigen Umständen gärtnerisch weiterzubilden und ihre Gartenpfleger-Ausbildung voranzubringen.

2021 wird der bisher in jedem Bezirksverband mehrtägige Gartenpfleger-Aufbaukurs ersetzt durch die Auswahl von vier Unterrichtseinheiten, die als Online-Veranstaltungen angeboten werden: Boden und Düngung, Pflanzenschutz/Einsatz von Nützlingen, Gemüseanbau im Hausgarten, Veredelung von Obstgehölzen. Diese vier Kursmodule werden jeweils zweimal angeboten, um den Interessenten die Möglichkeit zu geben, den für sie passenden Termin auszuwählen.

 

Nach Teilnahme an mindestens drei der vier angebotenen Themen gilt der Gartenpfleger-Aufbaukurs 2021 als absolviert. Die Anmeldung für die „Gartenpfleger-Aufbaukurse 2021 Online“ erfolgt wie bisher über den Kreisverband. Interessenten, die den Kurs als Ganzes absolvieren möchten, um die Anerkennung als Gartenpfleger-Aufbaukurs zu erhalten melden sich bitte bei ihrem Verein, der Sie dann an uns weitermeldet.

Da die Teilnehmerzahl aus organisatorischen Gründen auf 200 Personen pro Veranstaltung begrenzt ist, können maximal 5 Personen pro KV gemeldet werden. Weitere Interessenten werden auf die Warteliste gesetzt. Die Berücksichtigung der Anmeldungen erfolgt in der Reihenfolge ihres Eingangs.

 

Voraussetzung zur Anmeldung ist die Angabe einer E-Mail-Adresse seitens der Teilnehmer.

Um eine reibungslose Vorbereitung zu gewährleisten, bitten wir um Anmeldung bis spätestens 20. Januar 2021 unter Angabe von Name, Email, Adresse und Verein.

Programm Gartenpfleger Aufbaukurse
LV-GPA online 2021-Flyer.pdf
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„Bio-Äpfel aus dem eigenen Garten“

Viele Mitglieder des Kreisverbands schwören auf ihr Obst – Herausfordernde Obstlagerung

Zufriedenstellend fiel heuer die Apfel-Ernte bei den Haus- und Hobby-Gärtner aus. Und jetzt geht es darum, diese geschmackvollen Bio-Früchte möglichst lange lagern zu können. Dabei werden aber oft Fehler gemacht.

Die Keller fast aller zentralbeheizten Wohnhäuser sind für die Obst-Lagerung erfahrungsgemäß zu warm und zu wenig durchlüftet, gibt der Pomologe Jürgen Pompe vom Landshuter Kreisverband für Gartenbau und Landespflege zu bedenken. Recht professionell lagert er deshalb seine Äpfel in einem kühlen, aber ganzjährig frostfreien Keller außerhalb seines Wohnhauses. Mit einem natürlichen Belüftungssystem findet hier, um einem Schimmel- oder Pilz-Befall vorzubeugen, der unbedingt notwendige Luftaustausch statt.

An die 30 Sorten an Äpfeln bevorratet der Pomologe. Für diese hat er Lagerregale mit Schubläden aufgestellt. Diese ermöglichen ihm, durch Herausziehen der Schubläden die eingelagerten Äpfel auf Fäulnis kontrollieren zu können. Haus- und Hobby-Gärtner haben, so Jürgen Pompe, nicht die Voraussetzungen wie die Erzeuger in den Obstanbau-Gebieten, denen große Kühlhäuser mit wenig Sauerstoff und dafür mit mehr Kohlendioxyd-Gas zur Verfügung stehen.

Bei seinen Äpfeln setzt Jürgen Pompe sowohl auf alte wie auch auf neue Sorten. Darunter befinden sich unter anderen der Brettacher, Berlepsch, Ontario, Zabergäu-Renette und Mutterapfel sowie der Topaz, Goldstar, Evelina und Elstar. Insgesamt stehen im „Hause Pompe“ die Naturprodukte im Mittelpunkt. Bio-Obst wird zu Saft oder weiteren Produkten verarbeitet. Ebenso ist er ein recht bekannter und erfolgreicher Imker.

Nicht so groß, aber durchaus ansehnlich ist auch der Obst- und Gemüsebau des Pressewarts Josef Sehofer. Er veredelt seine Obstbäume selber. Für seinen Wintervorrat hat er heuer fünf Apfel-Sorten aus seinem eigenen Garten eingelagert. Brettacher, Florina, Reanda, Rheinischer Bohn und „Ergoldinger“ (der eigentliche Sorten-Name ist ihm hier nicht bekannt).

Für die Obst- und Gemüse-Lagerung hat der passionierte Gärtner ebenfalls einen kleinen Lagerraum, in dem sich die Äpfel bis Ende Mai aufbewahren lassen. Mit einem auf null Grad eingestellten Heizlüfter, der sich nur an wenigen Winter-Tagen automatisch ein- und ausschaltet, schützt er sein eingelagertes Obst vor Frost. Für die Aufbewahrung der Äpfel nimmt er im Handel verwendete Steigen. Damit kann er mit einem Blick feststellen, ob ein Apfel fault.

Insgesamt hat Josef Sehofer elf verschiedene Apfel-Sorten auf zumeist jungen, von ihm selbst veredelten Spindelbusch-Bäumen in seinem Garten. Der ertragreichste Baum war heuer der „Rheinische Bohn“ mit rund vier Zentner Äpfel, die zum Großteil zu Saft gepresst wurden. Die Apfelernte beginnt mit dem „Korn-Apfel“ anfangs August. Diesem folgt dann der „James Grieve“. Den „Danziger Kant“ und die „Kasseler Renetten“ hat er ebenfalls in seinem Garten. Die Jungbäume, beispielsweise „Cox Orange“ und „Ontario“, sind noch alternierend. Das heißt, sie tragen anfangs zumeist nur in jedem zweiten Jahr.

Einen typischen Siedlungsgarten in einer schon verstädterten Gemeinde hat der Verbandskassier Rudi Kollmeier. Auch er meidet seinen Wohnhaus-Keller für die Obstlagerung. Stattdessen hat er neben seiner Garage einen kleinen Lagerraum, in dem er seine Äpfel bevorratet. Auch er verwendet handelsübliche Steigen. Bei langanhaltendem Frost muss er, da er keinen „Temperaturwächter“ einsetzen kann, seine Obststeigen vorübergehend in den temperierten Wohnhauskeller tragen.

 

Bild:

Einen professionellen Lagerraum mit Regalen für Obst hat der Pomologe Jürgen Pompe

Obst im Lehrgarten weitgehend geerntet

Auch in der „Corona-Zeit“ pflegten Gartenbauvereine die „grüne Oase“

Herbstlich präsentiert sich derzeit der Lehrgarten bei Siegerstetten des Landshuter Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege. Die Gartenbauvereine waren auch in der „Corona-Zeit“ recht fleißig und haben Obst geerntet. Teils wurde, soweit es sich um Fallobst handelte, dieses beispielsweise in der Altdorfer Vereinsanlage zu Saft gepresst.

In diesen Tagen wurden, wie stellvertretender Kreisvorsitzender Peter Fischer und Gartenwartin Gabi Fischer zeigten, auch die letzten süß-reifen „Bayern-Kiwi“ gepflückt. Diese in Haus- und Hobby-Gärten wenig bekannte Strauch-Frucht erfreut sich aber immer mehr einer größeren Beliebtheit. Dabei brauchen aber diese „Bayern-Kiwi“ grundsätzlich eine männlichen Bestäuber-Pflanze.

Beim Rundgang durch den Lehrgarten konnten auch einige Impressionen in Bild festgehalten werden. Abgefallenes Laub, minderwertigeres Fallobst für Vögel und noch grüne Beete – so sieht man derzeit den Lehrgarten. Dabei haben die Gartenwarte Gabi Fischer, Christian Reiß und Andreas Fischer in Zusammenarbeit mit den Helfern der Gartenbauvereine diese „grüne Oase“ möglichst naturnah und immer chemie-frei bewirtschaftet. Darüber freut sich auch Imker Christian Ott, der auf dem Lehrgarten-Gelände ein Bienenhaus hat.

Die Kreisvorsitzende Martina Hammerl und Kreisfachberater Armin Müller haben in den vergangenen Jahren, in Abstimmung mit der Kreisvorstandschaft, für mehr Wildblumen im Lehrgarten gesorgt. Damit wird dort auch eine große Vielfalt an Insektenarten angestrebt. Und die Verantwortlichen des knapp 10 000 Mitglieder zählenden Kreisverbands hoffen, im kommenden Jahr wieder ihre Beispielanlage an einem „Tag der offenen Tür“ wieder interessierten Besuchern zeigen zu können.  

Bilder:

Stellvertretender Kreisvorsitzender Peter Fischer und seine Frau Gabi, die als Gartenwartin tätig ist, pflückten an einem Strauch süß-reife „Bayern-Kiwi“

Der denkmalgeschützte „Troidkasten“ im Lehrgarten mit seinem herbstlichen Weinreben-Laub

Auch grüne Hochbeete und seltene Stauden-Gewächse befinden sich in der bunten Garten-Oase

Gartenfreunde leiden unter „mühsamer Vereinsarbeit“

 

Hauptversammlung wegen Corona-Pandemie später – Martina Hammerl bleibt Vorsitzende

Die Corona-Pandemie bringt auch die Termin-Planungen des Landshuter Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege durcheinander. Demnach wird der Kreisverband seine satzungsgemäß im November fällige Jahreshauptversammlung nun zeitlich in die erste Jahreshälfte 2021 verschieben. Unabhängig davon signalisierte aber Martina Hammerl, dass sie dann wieder zu einer Kandidatur für den Vorsitz bereit ist. Ebenso werden sich fast alle Vorstandsmitglieder zur Wiederwahl stellen.

„Die Termin-Verschiebung ist juristisch abgeklärt und begründet“, erklärte Martina bei dieser im Altdorfer Gasthaus Wadenspanner anberaumten Vorstandssitzung. Nach ihren Worten gehören viele der Aktiven des knapp 10 000 Mitglieder zählenden Kreisverbands der altersgemäß besonders gefährdeten „Risiko-Gruppe“ an. Die eigentliche Tagesordnung eröffnete die Vorsitzende mit einem allgemeinen Dank für die Betreuung und Pflege des Kreislehrgartens und für die dort praktizierte Einhaltung der Corona-Vorsichtsmaßnahmen.

Heuer liegt der Obst-Ertrag im Lehrgarten, so stellvertretender Kreisvorsitzender Peter Fischer, etwas über dem langjährigen Durchschnitt. „Von einem Spitzenergebnis kann nicht gesprochen werden, wie es manche in ihrem Haus- oder Hobby-Garten verzeichnen“. Je nach Sorte ist der Ertrag bei Äpfeln und Birnen recht unterschiedlich.

Einen breiten Raum der Diskussion nahmen Erhalt und Beschaffung von Geräten und Maschinen für den Lehrgarten ein. So ist daran gedacht, einen Mäher für die mit Gras bewachsenen Wege zu beschaffen. Das großflächige Mähen soll aber, wie bisher, weiterhin von einem externen Dienstleister ausgeführt werden. Weiter appellierte Peter Fischer an die Gartenbauvereine, auch künftig die plangemäßen Arbeitseinsätze zu absolvieren.

Bei dieser Vorstandssitzung gratulierten, verbunden mit einem Dankeschön und einem Blumenstrauß, die drei Vorstände Martina Hammerl, Peter Fischer und Ludwig Vielhuber gemeinsam auch Gisela Geppert und Manfred Brandl zu einem runden Geburtstag. Dabei wurde bei dieser Gratulation auch die Erwartung auf eine weitere Mitarbeit in der Vorstandschaft ausgesprochen. Gerade Manfred Brandl hat sich von den Folgen seiner schweren Covid-19-Erkrankung noch längst nicht erholt.

An diese Aussagen knüpfte auch Martina Hammerl an, die von einer „mühsamen Vereinsarbeit“ wegen der unvermeidbaren Pandemie-Vorschriften sprach. Damit reagierte sie auf den Vorschlag des Kreisfachberaters Armin Müller über die im Jahre 2021 anvisierten Veranstaltungen. „Darüber wird, wegen der jeweils aktuellen Pandemie-Lage, kurzfristig entschieden“. Deshalb können noch keine Aussagen über eine Pfingstmontags-Wanderung und über einen „Tag der offenen Tür“ im Lehrgarten gemacht werden. Angesichts der recht unsicheren Termin-Planungen unterbleibt für 2021 auch der Druck eines Faltblatts. Stattdessen werden die Termine in der Heimat-Zeitung und im Internet veröffentlicht.

Laut Jürgen Pompe werden im kommenden Jahr wieder Baumveredelungen vorgenommen. Das „Internationale Pomologen-Treffen“ im Elsass/Frankreich vom 6. bis 8.Oktober 2021 hängt, so der Pomologe Josef Ammer, auch vom Verlauf des dortigen Pandemie-Geschehens ab. Der Kreisverband wird gegebenenfalls dort vertreten sein.

Auf den Kassenbericht 2019 kam Rudi Kollmeier zu sprechen, der mitteilte, dass dieser Jahresabschluss inzwischen geprüft vorliegen würde. Die Vorstandschaft nahm diese Information zustimmend zur Kenntnis. Mehrtägige Info-Fahrten wird, so auf die Frage von Georg Nirschl, der Kreisverband vorerst nicht durchführen.

 

Bild: Die Vorstände Martina Hammerl, Peter Fischer und Ludwig Vielhuber gratulierten Gisela Geppert und den von einer schweren Covid-19-Erkrankung gezeichneten Manfred Brandl zu einem jeweils runden Geburtstag

Kreisverband vor einer Neuorientierung ?

 

Wegen Pandemie erkennbar mehr Interesse für Gärten – Neuwahl wird vorbereitet

„Die Natur kennt keine Corona-Pandemie“. Deshalb waren auch die Gartenwarte und selbstlosen Helfer der Gartenbauvereine in den vergangenen Monaten genauso wie in den Vorjahren gefordert, den Lehrgarten immer auf dem jahreszeitlichen Pflegestand zu halten. Und davon konnte sich die Vorstandschaft des Landshuter Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege bei ihrer Sommer-Visite im Lehrgarten überzeugen.

Diese Zusammenkunft im Lehrgarten nutzten die Vorsitzende Martina Hammerl und ihre Vertreter Peter Fischer und Ludwig Vielhaber auch dazu, der Ehrenvorsitzenden Dr. Marianne Maierbeck mit einem Blumenstrauß zu ihrem Siebzigsten zu gratulieren. Die Jubilarin war von 2000 bis 2016 die Kreisverbandsvorsitzende und ist bereits mit der höchsten Auszeichnung dieser „grünen Organisation“ - der „Goldenen Rose“ - geehrt worden. An die Jubilarin gewandt, erklärte Martin Hammerl: „Halte unserem Verband weiter die Treue“.

Beim Rundgang überzeugten sich die Vorstandsmitglieder von der vorbildlichen Lehrgartenpflege, der Bepflanzung und dem zu erwartenden Ertrag. Obstbäume und Beerensträucher haben heuer gut angesetzt und das trockene Frühjahr einigermaßen gut überstanden. So wie es derzeit aussieht, ist mit einem zufriedenstellenden Obstertrag bei Äpfeln, Birnen und Quitten zu rechnen.

Im Lehrgarten wird derzeit wieder eine Vielzahl an jungen Obstbäumen in einer kleinen „Baumschule“ herangezogen. Auch weniger bekannte Aussaaten wurden vorgenommen. Davon können sich Gartenfreunde beim „Tag der offenen Tür“ am 13.September überzeugen. Eine Bewirtung der Besucher wird hierbei unterbleiben. Zu den Gruppenführungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Näheres dazu wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Die Kreisvorsitzende wünscht sich, dass mit einem „langsamen Einstieg“ in normale Gartler-Veranstaltungen begonnen werden kann. Trotzdem genießt der Infektionsschutz weiterhin höchste Priorität. Selbst ein engagiert gewesenes Vorstandsmitglied, das sich vor vier Monaten mit „Corona“ infiziert hat, kämpft sich allmählich wieder in sein Leben zurück. Dieses Mitglied hat, wie Josef Ammer berichtete, eine sehr schwere Zeit hinter sich und verdankt sein Leben der guten medizinischen Versorgung. Alle Vorstandsmitglieder hoffen nun, dass der Erkrankte bald in ihre Reihen zurückkehren kann.

Für Ferien-Programme steht, so der Jugend-Beauftragte Peter Fischer, der Lehrgarten allen Vereinen zur Verfügung. Weiter will der Kreisverband alle Gartenbauvereine dahingehend unterstützen, dass das erkennbar verstärkte Interesse vieler Bürger für Haus- und Hobby-Gärten zielführend gefördert wird. „Die Pandemie hat zu einer Rückbesinnung auf mehr Freizeitgestaltung und auf mehr Gemüsebau im eigenen Garten geführt“.

Die turnusgemäß heuer fällige Hauptversammlung mit Neuwahl will der Kreisverband eingeschränkt am 21.November veranstalten. Um den Infektionsschutz zu wahren, soll auf Vorschlag des Geschäftsführers Armin Müller nur ein Vertreter eines jeden Gartenbauvereins zu dieser Versammlung zugelassen werden. Die amtierende Kreisvorsitzende Martina Hammerl hat es bei der Aussprache offen gelassen, ob sie sich zur Wiederwahl stellt. Insgesamt muss sich die Vorstandschaft angesichts verbleibender Pandemie-Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben zweifelsohne neu orientieren.

 

Bilder:

Dr. Marianne Maierbeck (Bildmitte mit Blumenstrauß) erhielt die Glückwünsche der Kreisvorstandschaft zu ihrem Siebzigsten.

 

Josef Ammer (links), hier mit Peter und Gabi Fischer, Kreisfachberater Armin Müller und Kreisvorsitzender Martina Hammerl, erläutert die Baumschul-Anlage

Lehrgarten in voller Blütenpracht

Probleme wegen Trockenheit – Mehr Interesse für Gartenbauvereine

 

„Die Natur geht auch ohne Menschen weiter“. Mit diesen Worten hat der stellvertretende Vorsitzende Peter Fischer des knapp 10 000 Mitglieder zählenden Landshuter Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege die derzeitige Ausgangslage der vielen Haus- und Hobby-Gärtner beschrieben. Deshalb komme – trotz Corona-Pandemie - auch der Kreisverband nicht umhin, im Lehrgarten jahreszeitlich anstehende Arbeiten auszuführen.

Die Selbstversorgung aus dem eigenen Garten ist derzeit besonders im Blick vieler Mitbürger. „Bei Gartenbauvereinen gehen derzeit mehr Anfragen wegen einer Mitgliedschaft ein“, stellt Peter Fischer fest. Auch der Landesverband erkennt das zunehmende Interesse und hält deshalb unter der Internet-Adresse www.vielfaltmacher.de praktische Ratschläge bereit.

Im Lehrgarten kümmern sich die Gartenpfleger Gabi Fischer und Christian Reiß um die Arbeitseinsätze. In einem Rundschreiben hat die Verbandsvorsitzende Martina Hammerl auch die bei diesen Arbeitseinsätzen einzuhaltenden Infektionsschutz-Regeln dokumentiert.

Vor den Ausgangsbeschränkungen haben Mitglieder des Arbeitskreises Pomoligie noch Jungbaum-Veredelungen vorgenommen, erinnert Peter Fischer. Wegen der anhaltenden Trockenheit mussten aber diese empfindlichen Obstbaum-Gehölze häufig gegossen werden. Auch sonst ist die Trockenheit im Lehrgarten schon kritisch. „Wir bräuchten dringend viel Regen“, wünscht sich der Kreisverbandsvertreter.

Die Obstbaum-Blüte im Lehrgarten, die bald zu Ende geht, war heuer gut. Eine frostige Nacht hat aber den Steinobst-Blüten stark zugesetzt. Dagegen wird, wenn es in den nächsten Monaten ausreichend regnet, mit einer guten Apfel- und Birnen-Ernte gerechnet. Gut angesetzt haben heuer auch die Johannisbeeren-Sträucher.

Der Lehrgarten-Imker Christian Ott ist offenbar mit dem bisherigen Honig-Ertrag recht zufrieden. Diesen haben die reichhaltige Blütenpracht und die sonnigen Tage begünstigt. Der Gartler-Kreisverband hofft nun, dass die Corona-Pandemie bald überwunden werden kann und damit im September zumindest der alljährliche „Tag der offenen Tür“ im Lehrgarten veranstaltet werden kann. Ansonsten sind alle Termine, auch die schon traditionelle Pfingstmontags-Wanderung, bereits abgesagt worden.

 

Bild: In voller Blütenpracht präsentierte sich der Lehrgarten, hier mit dem denkmalgeschützten „Troidkasten“

„Sorgen-Telefon“ für Gartenbauvereine

 

Bayerischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege informierte deren Führungskräfte

Landkreis: Die Digitalisierung macht auch vor den Gartenbauvereinen nicht Halt. Dieses Resümee zog Sabine Zosel vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege, die vor Führungskräften der Gartenbauvereine aus dem Landkreis und der Stadt Landshut sprach. Dabei rückte sie die Dienstleistungen des Landesverbands in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen, um zum Schluss festzustellen: „Die Gartenbauvereine machen vieles schöner“.

Die gut besuchte Veranstaltung im Landgasthof Luginger in Mirskofen eröffnete stellvertretender Kreisverbands-Vorsitzender Peter Fischer, der deutlich zum Ausdruck brachte, dass auch die Führungskräfte den von der Digitalisierung geprägten Wandel erkennen würden. Diese Einleitung nutzte Sabine Zosel zu Informationen über das „Vereins-Know-How“. Bei dem Thema „Versicherungen“ räumte sie ein, dass hier die Deckungssummen relativ niedrig seien. Die Referentin empfahl daher den Vereinen, alle im Interesse der Kommunen erbrachten Leistungen unter deren Verantwortung abzusichern.

Der Landesverband halte, so Sabine Zosel, viele Info-Blätter bereit. Hier kam von Seiten der Versammelten die Kritik, dass diese teils zu kompliziert abgefasst seien. Lob wurde dagegen für die „Stärkung des Ehrenamts“ gespendet. Die Gartenbauvereine leiden nämlich auch unter der nachlassenden Bereitschaft, ein Ehrenamt anzunehmen. Die Bayerische Staatsregierung hat das auch erkannt und deshalb ein „Sorgen-Telefon“ (089/12 222 12) eingerichtet.

Ratschläge erteilte die Referentin zu der GEMA-Gebührenpflicht für musikalische Darbietungen bei Veranstaltungen. Auch die ehrenamtlich geführten Gartenbauvereine müssen, wie Sabine Zosel betonte, die Datenschutz-Grundverordnung einhalten. Der Landesverband, der inzwischen alle seine Mitglieder EDV-mäßig bayernweit erfasst und deren Daten verarbeitet, wird für die Vereine entsprechende Zugangsregelungen erlassen.

Der Schwerpunkt der Landesverbandsarbeit ist und bleibt die fachliche Beratung der Haus- und Hobby-Gärtner, bekräftigte die Referentin. Nach ihren Aussagen werden hierfür Faltblätter sowie digitalisierte Lichtbildervorträge angeboten. „Wir wollen viel Natur- und Umweltschutz sowie Artenvielfalt“, betonte Sabine Zosel. Aus der Sicht des Kreisfachberaters verwies Armin Müller auf die Beschlusslage des Kreisverbands, zunächst befristet für zwei Jahre auch Aus- und Fortbildungen für Gartenpfleger zu bezuschussen.

Wegen des neuen „Geldwäschegesetzes“ in Verbindung mit dem „Transparenzregister“ brauchen die Gartenbauvereine von sich aus nicht tätig werden, informierte Sabine Zosel. Ebenfalls verwies sie auf die vom Landesverband überarbeitete und von Finanzbehörden geprüfte Mustersatzung für Vereine. Auch für Vereinsfahrten wurden die Anforderungen entschärft. Als Antwort auf das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ hat der Landesverband laut der Referentin auch das Projekt „Vielfaltsmacher“ gestartet. Und schließlich erinnerte sie auch noch an die Nutzung der neuen Medien, wobei sie die Auffassung vertrat, dass die regionalen Tageszeitungen weiterhin die herausragende Öffentlichkeits-Plattform für die Mitglieder der Gartenbauvereine seien.

 

Bild: Sabine Zosel vom Landesverband, hier mit Peter Fischer und Armin Müller, informierte die Führungskräfte der Gartenbauvereine

Vielfaltsmeisterschaft 2021

 

Wir suchen die besten Aktionen, die einfallsreichsten Projekte unserer Obst- und Gartenbauvereine zum
Thema „Artenvielfalt“. Detaillierte Informationen finden Sie auf unserer Webseite vielfaltsmacher Hier finden Sie neben den
inhaltlichen Informationen vor allem auch eine Handreichung an die Vereine zum

organisatorischen Ablauf.

Gartenpflegerseminare der Kreisfachberatung

 

Die Kreisfachberatungen Passau, Rottal-Inn und Landshut bieten 2020 kostenlose Gartenwissen-Seminare an. Das Programm entnehmen Sie bitte dem Info-Blatt.

Die für Samstag 14. November in Vornbach geplante Fortbildung findet statt, allerdings mit begrenzter Personenzahl von max. 50!

Bei Interesse bitte direkt bei Kreisfachberaterin Gundula Hammerl anmelden unter gundula.hammerl.@landkreis-passau.de oder telefonisch unter 0851-397 438.

Gartenwissen Seminare 2020
Programm Gartenpfleger 2020.pdf
PDF-Dokument [2.9 MB]

Prädikat "Naturgarten"

Infos zum Thema

Gartenpflegerkurse des Bezirksverbandes in Deutenkofen 2020

Zu den Programmen

Baumwartausbildung in Deutenkofen

Der Lehr- und Beispielsbetrieb für Obstbau bietet einen mehrmoduligen Kurs zur Ausbildung zum Obstbaumwart an:

Nächste Veranstaltung

 

vorauss. Mitgliederversammlung am 21.11.20

Förderungen des Kreisverbandes

Der Kreisverband bietet Förderungen für seine angeschlossenen Vereine und Mitglieder an. Näheres zu den Fördersätzen entnehmen Sie bitte dem Info-Blatt.

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