Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Landshut e. V.
Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Landshut e. V.

Verbundenheit mit Mensch und Natur seit 1904

Der Kreisverband fördert die Obst- und Gartenkultur, die Landespflege und den Umweltschutz. Ausdrücklich will er dem Erhalt einer intakten Kulturlandschaft und der menschlichen Gesundheit dienen. Weitere Förderziele sind die Ortsverschönerung und damit die Verschönerung der Heimat, die Heimatpflege und die gesamte Landeskultur.

Ein besonderes Anliegen ist es, Kinder und Jugendliche einschließlich der Familien an diese Ziele heranzuführen.

 

Mit 57 Gartenbauvereinen unterstützt der Kreisverband als Dachorganisation die Aktivitäten der über 9500 Mitglieder.

Grußwort der 1. Vorsitzenden

Liebe Gartenfreunde,

 

Ein herzliches Grüß Gott! Es freut mich, dass Sie unsere Homepage besuchen. Seit Januar 2017 darf ich Vorsitzende des Kreisverbandes sein. Wir sind ein engagiertes Team in der Vorstandschaft unterstützt mit unserem Geschäftsführer Armin Müller. Uns liegt die Natur sehr am Herzen. Seit Jahren wird in den einzelnen Ortsverbänden hervorragende Arbeit für den Gartenbau und Landespflege geleistet. Besten Dank an dieser Stelle für alle Mitglieder und den Vorsitzenden. So darf ich Ihnen umfassendes Jahresprogramm für das Jahr 2017 empfehlen.

Meine Ziele als Kreisvorsitzende sind, die bisherige sehr gute Arbeit fortzusetzen und neue Impulse für unsere Jugend und Kinder zu setzen. Wir wollen die Kinder für die Natur und Umwelt begeistern und diese in den Jugendgruppen und auch deren Eltern in unseren Verband integrieren.

 

Freundlichst Ihre

Martina Hammerl

Zertifizierung von Naturgärten

eine Aktion des Kreisverbandes und der Kreisfachberatung mehr lesen

 

Gartenpflegerkurse in Deutenkofen

 siehe pdf unten

Entsteint Euch

Das Land Rheinland-Pfalz informiert über Kiesgärten. Dieses Thema ist auch bei uns aktueller den je. lesen

Gärtnerisches Grundwissen
LV-GPA-NDB1-2019-Flyer.pdf
PDF-Dokument [867.4 KB]
Spezialkurs Obstbau
LV-GPA-NDB2-2019-Flyer.pdf
PDF-Dokument [748.5 KB]

„Verantwortungsbewusst mit der Heimat umgehen“

 

Landrat Peter Dreier lobte die vielen Hobbygärtner – Kreisverband zog positive Jahresbilanz

„Verantwortungsbewusst mit der Heimat umgehen“. Mit diesem Satz drückte Landrat Peter Dreier seine Erwartung an den mitgliederstarken Kreisverband für Gartenbau und Landespflege aus. Zuvor hatten die Vorsitzende Martina Hammerl und Geschäftsführer Armin Müller das abgelaufene Vereinsjahr 2017/18 gezielt Revue passieren lassen und  dabei eine recht positive Bilanz gezogen. Kennzeichnend sei hier ein beispielloser Obst-Ertrag in diesem Jahr gewesen. Weiter standen auch Ehrungen auf der Tagesordnung.

Zu der gut besuchten Jahresversammlung im Lackermeier-Saal in Edenland (Gemeinde Weihmichl) listete Martina Hammerl zunächst die herausragenden Aktivitäten und Veranstaltungen des Kreisverbands auf. „Die Organisation lebt und ist recht nah an den heimatverbundenen Menschen“, betonte die Vorsitzende. Dabei nannte sie stichpunktartig die „Pfingstmontags-Wanderung“ in Aham, die enormen Obstpress-Ergebnisse einzelner Vereine wie in Altdorf mit 200 000 Liter Saft und den „Tag der offenen Tür im Kreislehrgarten“. Mit dem Appell, den Nachwuchs in den Vereinen stärken sowie die Jugend und Familien für die „grüne Gemeinschaft“ begeistern zu wollen, schloss Martina Hammerl ihre Berichterstattung.

Mit einem allgemeinen Lob für die Gartenfreunde, die sich ganzjährig um Landschaft, Dörfer und Heimat kümmern, eröffnete Landrat Peter Dreier sein Grußwort. Er zeigte sich davon überzeugt, dass wir in einem schönen Landkreis leben, den die hier wohnenden Menschen und ihre Vorfahren geschaffen haben. „Die Natur und die Artenvielfalt der Tierwelt geht uns alle etwas an“, mahnte der Landkreis-Chef. Viel ehrenamtliches Engagement, flankiert von der Kommunalpolitik, vom Landschaftspflegeverband und der Umweltstation, sei hier weitverbreitet.

Für den gastgebenden Gartenbauverein Weihmichl trat Hans Schranner an das Rednerpult. Er skizzierte hierbei die vielfältige Arbeit des 110 Mitglieder zählenden Vereins. „Weihmichl hat selbst schon beim Dorfverschönerungs-Wettbewerb erfolgreich teilgenommen“, rief der Vorsitzende in Erinnerung.

„Naturgärten“ im Fokus

Mit seinem Geschäftsbericht ergänzte Armin Müller die von der Vorsitzenden gezogene Bilanz. Er nannte hier viele Arbeitseinsätze im Lehrgarten, Ziergehölz- und Obstbaum-Schnittkurse, Obstsorten-Führungen und Gartenpfleger-Seminare. In seiner Vorschau auf das Jahr 2019 bekräftigte der Kreisfachberater, dass der Kreisverband wieder seine bekannten Angebote habe. Neu sei das Bemühen, die Haus- und Hobby-Gärten auf „Naturgärten“ auszurichten. Schließlich appellierte Armin Müller auch noch an die Versammelten, mitzuhelfen, dass ein Ausrichter für die Pfingstmontags-Wanderung sowie viele Teilnehmer für den landesweiten „Tag der offenen Gartentür“ gefunden werden.

Mit seinem Bericht von der Landesverbands-Versammlung informierte Ludwig Vielhuber über Entwicklungen und Entscheidungen auf dieser oberen Ebene. Im Blick stehen hier das ländliche Wohnen und der ländliche Lebensstil. Weiter stellte der Berichterstatter fest, dass landesweit die gleichen Probleme in der „grünen Gemeinschaft“ vorhanden seien: Überalterung, zu viel Bürokratismus und fehlende Nachwuchskräfte.

Für die beiden Arbeitskreise „Jugend“ und „Pomologie“ erstattete Peter Fischer detaillierte Berichte. Er informierte über den für die Jugend gedachten Wettbewerb „Streuobstvielfalt – Beiß rein“, bei dem auch Vereine aus dem Kreisverband mitgemacht haben. Unabhängig davon erkenne er, so der Berichterstatter, viel Jugendarbeit in Vereinen. Die Pomologen haben sich laut Peter Fischer weiterhin der Bestimmung, Dokumentation und Sicherung alter Obstsorten gewidmet.

Erfreuliche Finanzberichte konnte Kassier Rudi Kollmeier für die Jahre 2017 und 2018 unterbreiten. Dank der Sparkassen-Zuwendungen ergeben sich für beide Jahre bescheidene Überschüsse. Walter Hartrampf bescheinigte dem Kassier einwandfreie Verbuchungen, so dass die Entlastung der Vorstandschaft einstimmig erfolgte. Weiter wurde noch bekanntgegeben, dass 2019 eine mehrtägige Info-Fahrt in das Elsass geplant sei, die Georg Nirschl ausarbeitet.

Mehrere Mitglieder geehrt

Auch mehrere Ehrungen standen bei der Mitgliederversammlung auf der Tagesordnung. Für sie selbst überraschend wurde Dr. Marianne Maierbeck zum „Ehrenmitglied“ ernannt, die bereits höchste Auszeichnungen des Landesverbands wie die „Goldene Rose“ erhalten hat. Die Geehrte hat 16 Jahre lang den Kreisverband geleitet und hier Großartiges geleistet. Marina Hammerl wünschte sich von ihrer Vorgängerin weiterhin eine enge Verbundenheit zum Verband.

Die „Ehrennadel in Gold mit Band“ wurde Josef Deifel (Altdorf) ausgehändigt. Insgesamt 30 Jahre lang nahm der Geehrte Vorstandsfunktionen im örtlichen Verein und im Kreisverband wahr. Ausgezeichnet hat er sich auch durch den Aufbau einer Obstpressanlage in Altdorf. Ebenso hat sich Josef Deifel als Verbandskassier und Ortsvorsitzender eingesetzt, beonte Martina Hammerl.

Die „Goldene Ehrennadel“ bekamen Otto Dietrich (Bodenkirchen) und Hans Fraunhofer (Viecht). Dabei wurde der Erstgenannte für sein 30jähriges Engagement in der Vorstandschaft, für seine technische Mitarbeit und für seine Chronisten-Arbeit geehrt. Auch Hans Fraunhofer wirkte 30 Jahre in der Vorstandschaft. Er hat sich bei der Anlage von Kinderspielplätzen, bei der Organisation von Jugendspielen und in der Öffentlichkeitsarbeit verdient gemacht, wie Martina Hammerl bei der Würdigung dieser beiden Geehrten betonte.

Mit der „Silbernen Ehrennadel“ wurden Peter Fischer (Obergangkofen) und Susanne Werner (Viecht) ausgezeichnet. Auch diese Beiden haben vielfältige Funktionen ausgeübt. Peter Fischer ist seit 16 Jahren Ortsvorsitzender sowie derzeit auch stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender. Die Jugendarbeit ist sein Steckenpferd. Auf eine 25jährige Vorstandstätigkeit kann Susanne Werner zurückblicken. Sie hat sich bei vielfältigen Aktionen und in der Mitarbeit im Obstpress-Team hervorgetan, lobte Martina Hammerl diese beiden Geehrten.

 

Bild:

Die Geehrten mit Landrat Peter Dreier (rechts), der Kreisvorsitzenden Martina Hammerl (Mitte) sowie mit Kreisfachberater Armin Müller (links) und dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Ludwig Vielhuber (2. v. l.)

Alte Obstsorten ein kultureller Reichtum

Pomologen sehen hier das Wissen gefährdet – Gartenfreunde ermuntern zur Mitarbeit

Eine „Verarmung des Wissens über alte Obstsorten“ beklagen die Pomologen des Landshuter Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege. In Deutschland gibt es einige tausend Apfel- und Birnensorten, davon regional im Landshuter Raum etwa an die hundert Sorten. „Diese Obstsorten sind ein kultureller Reichtum“, bekräftigte der Pomologe Jürgen Pompe. 

„Den meisten Verbrauchern sind nur ganz wenige Sorten bekannt, die im Supermarkt vorzufinden sind“, meinten übereinstimmend die Pomologen Josef Ammer und Jürgen Pompe. Deshalb warben sie bei der Vorstandssitzung des Kreisverbands im Altdorfer Gasthaus Wadenspanner für mehr Nachwuchs bei den Pomologen, auch wenn hier noch ein engagierter Arbeitskreis existiert. In vielen Landkreisen ist diese Situation wesentlich ungünstiger. Deshalb sind die Landshuter Pomologen zunehmend in Nachbarlandkreisen oder sogar über die Landesgrenze hinaus gefragt.

Eine alte Obstsorte, die nicht rechtzeitig auf Jungbäume veredelt wird, ist nach dem Absterben des Alt-Baumes für immer verloren, betonte Jürgen Pompe. Deshalb werden, so die amtierende Kreisverbands-Vorsitzende Martina Hammerl, nicht nur im Lehrgarten die alten Obstsorten gesichert, sondern darüber hinaus auch andere Bestände von Alt-Bäumen erfasst. Ein Beispiel hierfür ist der ehemalige Standort-Übungsplatz bei Schönbrunn, auf dem noch viele alte Obstbäume stehen.

Eine positive Bilanz über die Arbeit und Veranstaltungen des Verbandes in den vergangenen Monaten zog die Vorsitzende. Nach ihren Worten sei hier der „Tag der offenen Tür“ im Kreislehrgarten ein voller Erfolg gewesen. Dazu wurde nun das vom Kreisfachberater Armin Müller erarbeitete Jahresprogramm 2019 gebilligt. Bereits am 24.November wird in Edenland (Gasthaus Lackermeier) die Mitglieder-Versammlung veranstaltet. Das Jahr 2019 wird am 16.März mit einem Gartenpfleger-Seminar eröffnet. Für das schon traditionelle Pfingstmontags-Treffen im Jahre 2019 wird noch ein veranstaltender Gartenbauverein gesucht. Ansonsten stehen die alljährlich bekannten Angebote auf dem Programm.

Der Kreislehrgarten ist und bleibt eine „Begegnungsstätte“. Mit diesem Satz beschrieb der  Jugendbeauftragte Peter Fischer die dort häufigen Besuche von Kindern und Schulklassen. Zufrieden äußerte sich Armin Müller über die Pflege des Lehrgartens. Mehr im Sommer blühende Pflanzen für die im Lehrgarten befindlichen Bienenvölker wünscht sich der Imker Christian Ott. Und schließlich wurde Georg Nirschl damit beauftragt, im Jahre 2019 wieder eine mehrtägige Info-Fahrt des Kreisverbands zu planen.

Diese Vorstandssitzung nutzte stellvertretender Vorsitzender Ludwig Vielhuber auch dazu, der amtierenden Vorsitzenden für ihre bisherige Arbeit im und für den Kreisverband zu danken. Er überreichte ihr dazu einen Blumenstrauß als „Dankeschön“ auch vor dem Hintergrund, dass die Vereine zunehmend Schwierigkeiten haben, eine Führungskraft zu finden.

 

Bild: Im Beisein von Vorstandsmitgliedern überreichte Ludwig Vielhuber der Vorsitzenden Martina Hammerl einen Blumenstrauß

Auch im Lehrgarten heuer viele Früchte

Sommer-Visite des Kreisvorstands – Auch Besuch beim Bildhauer Oblak

Zu einer „Sommer-Visite“ im Kreislehrgarten und zu einem nachbarschaftlichen Besuch beim bekannten Bildhauer Slavko Oblak hatte sich die Vorstandschaft des 10 000 Mitglieder zählenden Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege unter der Leitung der Vorsitzenden Martina Hammerl eingefunden, um sich dort zu informieren. Dabei konnten Kreisfachberater Armin Müller und die beiden Gartenwarte Hans Radspieler und Christian Reiss auf einen natur- und umweltgerechten Lehrgarten verweisen, in dem heuer – wie ganz regional – die Obstbäume oftmals mit zu viel Früchten behangen sind.

Beim Rundgang durch den Lehrgarten überzeugten sich die Vorstandsmitglieder von der Vegetation, der Bepflanzung und dem zu erwartenden Obstertrag. Angesichts der heuer schon lange anhaltenden sommerlichen Witterung ist, wie der Pomologe Josef Ammer erläuterte, der „Ausfärbungsgrad“ beim Obst bereits weit vorangeschritten. Trotzdem warnte er davor, Obst zu früh oder sogar unreif ernten zu wollen. Selbst für die Apfelsaft-Erzeugung wäre dieses Obst nicht geeignet.

Der „Tag der offenen Tür“ im Lehrgarten, der heuer am 9.September veranstaltet wird, wirft bereits seinen Schatten voraus, gab die Vorsitzende Martina Hammerl zu verstehen. Nach ihren Angaben wird heuer eine Obstausstellung unter dem Motto „Wildfrucht trifft auf Kulturfrucht“ aufgebaut. Dabei zeigte sich der Pomologe Josef Ammer davon überzeugt, dass heuer mit einem reichhaltigen und vielfältigen Angebot zu rechnen ist. Weiter versprach er, dass bei diesem „Tag der offenen Tür“ vier Pomologen, davon einer aus Österreich, zur Bestimmung der Sorten mitgebrachter Früchte bereitstehen.

Die „Kinderecke“ bei diesem „Tag der offenen Tür“ wird diesmal von der „Umweltstation“ aufgebaut und betrieben. Auch der Bienenstand im Lehrgarten kann besichtigt werden. Für die Bewirtung der Besucher ist, wie Kassier Rudi Kollmeier bestätigte, bereits vorgesorgt. Nachdem auf den 9.September auch der „Tag des offenen Denkmals“ terminiert ist, will der Kreisverband ebenfalls seinen denkmalgeschützten „Troidkasten“ in den Fokus des Besucherinteresses rücken, versprach die Vorsitzende.

Der Arbeitskreis „Pomologie“ hat laut Josef Ammer heuer auf dem Gelände des ehemaligen Standort-Übungsplatzes Schönbrunn bereits weitere alte Obstsorten erfasst und dokumentiert. Inzwischen wurden in den Vorjahren registrierte Obstsorten auf Jungbäume veredelt und somit für die nächsten Jahrzehnte im Bestand gesichert, betonte der Pomologe.

Über Aktivitäten des Arbeitskreises „Jugend“ informierte Peter Fischer. Derzeit laufe hier der Wettbewerb „Streuobst – Beiß rein“. Auch der während der Pfingstferien veranstaltete „Erlebnistag für Kinder“ im Lehrgarten war gut besucht. Nachhaltig plädierte der Berichterstatter dafür, dass die Gartenbauvereine weiterhin und verstärkt Kinder und Jugendliche für Natur, Umwelt und Gärten begeistern sollen. 

Einen Blick in das Atelier, den Ausstellungsraum und die Garten- und Kleintier-Anlage gewährte der benachbarte Bildhauer Slavko Oblak. Die Vorstandsmitglieder waren überrascht, wie das Künstler-Ehepaar naturverträglich Garten und Tierhaltung bewirtschaften und betreiben und dazu mit ihrer Arbeitswelt bisher in Einklang gebracht haben. Dabei kann der recht bekannte Bildhauer auf ein recht erfolgreiches Arbeitsleben zurückblicken. Der Künstler betonte, auch seiner Frau und ihm liege das Ziel nahe, alte Obstsorten im Bestand zu sichern. Deshalb waren sie Beide darüber erfreut, dass der Kreisverband in der Nachbarschaft seinen Lehrgarten angelegt hat.

 

Bilder:

Einen blühenden Lehrgarten fand die Vorstandschaft, hier mit ihrer Vorsitzenden Martina Hammerl, bei der Sommervisite vor

Der Bildhauer Slavko Oblak informierte in seinem Atelier die Besuchergruppe über seine künstlerische Arbeit

Pfingstmontagswanderung in Aham

Zu Beginn der Wanderung begrüßte die Kreisverbandsvorsitzende Martina Hammerl die ca. 250 Gäste. Im Anschluß stellte Bürgemeister Jens Herrnreiter die Gemeinde kurz vor und auch stellvertretender Landrat Rudolf Lehner überbrachte die Grüße des Landkreises, dem die Begrüßung durch den Vorsitzenden des Ortsvereines, Hans Thaler folgte.

Manfred Brandl erläuterte die Wanderroute, worauf es bei strahlendem Sonnenschein losging.

Auf zwei Routen konnte durch Aham gewandert werden, die auch an einigen Informationständen vorbeiführten. So konnte neben Kirche und Schloss auch der Beispielgarten des Vereins erkundet werden. Auch die neu errichteten Naherholungsplätze an der Vils lagen auf dem Weg.

Nach rund vier Kilometern erreichten die Wanderer das Ziel, wo bei Brotzeiten, Kaffee und Kuchen die Wanderung mit einem gemütlichen Beisammensein ausklang.

 

Bilder:

Gartler-Vorsitzende Martina Hammerl mit (v. l.) dem Ortsvorsitzenden Hans Thaler

 

In voller Wachstum stehen die Obstbäume im Beispielsgarten des Ahamer Vereins

Vorstandssitzung des Kreisverbandes

„Frühe Obstbaumblüte lässt heuer hoffen“

Nachtfröste könnten noch gefährden – Kreisverband schärft sein Programm

Sein Programm für die nächsten Monate schärfte der Landshuter Kreisverband für Gartenbau und Landespflege, der unter Vorsitz von Martina Hammerl tagte. Herausragend sind hier das „Pfingstmontags-Treffen“ in Aham und der „Tag der offenen Tür“ im Kreislehrgarten. Unabhängig davon war auch die heuer reichhaltige Obstbaumblüte ein Thema. „Auf eine gute Obsternte können wir hoffen“, erklärte der Pomologe Jürgen Pompe. Er schränkte seine Aussage aber auch mit dem Hinweis ein, dass es einen Nachtfrost nicht mehr geben darf.

Der Kreislehrgarten ist, so Gartenwart Christian Reiss bei dieser Gartler-Vorstandssitzung im Altdorfer Gasthaus Wadenspanner, auf dem jahreszeitlichen Stand und deshalb jetzt in voller Blütenpracht. Auch hinsichtlich der Bewirtschaftung der Gemüsebeete werden heuer, wie der Jugendbeauftragte Peter Fischer vortrug, einige „Kartoffel-Pyramiden“ für Kinder-Gruppen angelegt.

Das „Pfingstmontags-Treffen“ des Kreisverbandes wird heuer durch den Gartenbauverein Aham-Loizenkirchen ausgerichtet. Dazu informierte Manfred Brandl über den geplanten Ablauf dieses Treffens, das um 13:30 Uhr unweit an der Lerchenhofhalle beginnen wird. Die angebotene Wanderroute gewährt einen Einblick in das landschaftlich schöne Vilstal. Auch eine Bewirtung der Gäste ist eingeplant.

Der „Tag der offenen Tür“ am 9.September im Kreislehrgarten wird, wie die beiden Pomologen Josef Ammer und Jürgen Pompe erläuterten, unter dem Motto „Wildfrucht trifft Kulturfrucht“ veranstaltet. Auch eine Obstschau ist vorgesehen. Weiter werden Äpfel gepresst sowie frischer Apfelsaft und Federweißer ausgeschenkt. Ferner versuchen die Pomologen, mitgebrachte Obstsorten zu bestimmen. Angebote für Kinder und Jugendliche sind geplant. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Am Landeswettbewerb „Streuobst-Vielfalt – Beiß rein!“ nehmen auch Gartenbauvereine aus dem Landkreis Landshut teil, berichtete Peter Fischer. Dabei unterstrich er, dass Streuobstwiesen eine große ökologische Bedeutung haben. Gerade hier stellt sich oft eine reichhaltige Flora und Fauna ein. Beim bayernweiten „Tag der offenen Gartentür“ am 24.Juni gewährt ein Garten in Hilling/Gemeinde Bodenkirchen den Blick in eine „grüne Oase“, teilte Geschäftsführer Armin Müller mit.

Die Überarbeitung oder Ergänzung der Geschäftsordnung des Kreisverbands, die ebenfalls auf der Tagesordnung stand, wurde teils kontrovers diskutiert. Eine Entscheidung dazu wurde nicht gefällt. Die Vorstandsmitglieder wollen sich weiter mit diesem Thema befassen. Kritisch urteilte Kassier Rudi Kollmeier über die neuen Vorgaben für den Datenschutz, der mit einem enormen Verwaltungsaufwand verbunden sei. Deshalb ist nun daran gedacht, den Gartenbauvereinen ein Info-Blatt zukommen zu lassen.

 

Bilder:

Gartler-Vorsitzende Martina Hammerl mit (v. l.) dem Jugendbeauftragten Peter Fischer, mit Geschäftsführer Armin Müller sowie mit den Pomologen Jürgen Pompe und Josef Ammer

 

In voller Blütenpracht stehen derzeit die Obstbäume, die einen Nachtfrost nicht mehr vertragen würden.

Fachgerechter Obstbaumschnitt nach Öschberg

Fachforum des Kreisverbandes war ein Erfolg

Zweikirchen, Siegerstetten. Am vergangenen Samstag hielt der Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege e.V. sein erstes ganztägiges Fachforum ab. Als Thema wurde der fachgerechte Obstbaumschnitt in Anlehnung an die Öschbergmethode gewählt. Mit 23 Teilnehmern, die teilweise bis aus Österreich angereist waren, war der Kurs sehr gut besucht. Als Referent fungierte der Pomologe und zertifizierte Landschaftsobstbaumpfleger Jürgen Pompe aus Neufahrn.

Im Gasthaus Hahn in Zweikirchen wurde am Vormittag der theoretische Teil behandelt.

Ausführlich erläuterte der Referent die verschiedenen Werkzeuge für den Obstbaumschnitt und die richtige Desinfektion dieser, damit Krankheiten wie Obstbaumkrebs oder der gefährliche Feuerbrand nicht auf andere Bäume übertragen werden. Die Wuchscharakteristik und die möglichen Reaktionen der Obstbäume auf Eingriffe des Menschen stellte Jürgen Pompe ausführlich dar. So wurden die Wachstumsgesetze und der Aufbau der richtigen Baumkrone nach der Öschbergmethode bei Äpfeln, Birnen und auch Steinobst aufgezeigt und erklärt. Dieses Wissen ist enorm wichtig für den richtigen Schnitt. So wird beim Obstbaumschnitt zwischen Pflanzschnitt, Erziehungsschnitt und Überwachungsschnitt unterschieden. Die Vor- und Nachteile des Winter-, wie auch des Sommerschnitts waren ein wichtiges Thema.

Nach dieser theoretischen Einführung in die Grundlagen des Obstbaumschnitts ging man am Nachmittag im Kreislehrgarten in Siegerstetten in die Praxis über. Bei leichtem Schneefall zeigte Jürgen Pompe den Schnitt an jungen, wie auch an älteren Obstbäumen anschaulich die Vorgehensweise beim Schnitt zum Kronenaufbau nach Öschberg.

Bei jungen Bäumen steht der Kronenaufbau durch Stammverlängerung und Leitastausbildung im Vordergrund, während bei größeren und älteren Bäumen, die bereits in der Ertragsphase sind, die Ausbildung von Fruchtholz wichtig ist. Die Wichtigkeit der richtigen Unterlage z.B. Sämling oder Typenunterlage wie auch die sinnvolle Zwischenveredelung wurden vom Referenten betont. Bei alten Bäumen wird der sog. Verjüngungsschnitt angewandt, d.h. nach unten hängende, abgetragene Äste werden durch Erneuerungstriebe, fälschlicherweise oft "Wasserschosser" genannt, ersetzt.

Sodann wurden die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt, um das erlernte Wissen selbst in die Praxis umzusetzen. Wichtig für den Referenten war das fachliche Gespräch innerhalb der Gruppe bevor sie mit dem Schneiden begannen.

Nächste Veranstaltung

 

16.03.19 9:00 Uhr: Seminar Gartenwissen.
Programm siehe unten.

Gartenpflegerseminare der Kreisfachberatung

 

Die Kreisfachberatungen Passau, Rottal-Inn und Landshut bieten 2019 kostenlose Gartenwissen-Seminare an. Das Programm entnehmen Sie bitte dem Info-Blatt.

Gartenwissen Seminare 2019
Programm Gartenpfleger PAN 2019.pdf
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